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02./03. Juni 2000
Königstein
(Taunus) - Königstein
(Oberpfalz) -
Königstein
(Sächsische Schweiz)
640 km nonstop
Königstein . Sie wollen eigentlich nur von Königstein nach Königstein radeln und dabei Station in Königstein machen. Doch was nach einer Stadttour klingt ist tatsächlich eine Städtetour der besonderen Art. Wie berichtet, wollen zehn tapfere Sachsen per Drahtesel die drei Königstein s erfahren. Startschuss wird am 2. Juni am Sportpark sein.
Doch
schien es noch so, dass die Radler zunächst die 320 Kilometer in die
Oberpfalz zurücklegen und am nächsten Tag dann die Heimfahrt in die sächsische
Schweiz in Angriff nehmen. Doch nun haben sich die Sportler um Michael
Weidemann ein noch ehrgeizigeres Ziel vorgenommen.
Nur knapp zwei
Stunden Aufenthalt wollen sie sich in Bayern gönnen. Der Zeitplan ist
eng gesteckt: Am Freitag, 2. Juni, ist um 5 Uhr Start im Taunus. Stadtrat
Klaus Dehler (SPD) und der Besitzer des Radgeschäftes Bike and Sports,
Rainer Lauber, werden die Gruppe bis Würzburg begleiten- gegen 11.40 Uhr
soll dort Ankunft sein. Um 17 Uhr wollen
die Volleyballer, die eigentlich nur nebenbei Rad fahren, dann Nürnberg
erreichen und gegen 19.30 Uhr in Königstein
in der
Oberpfalz einfahren. Dort gibt es eine kleine Pause, um 4.50
Uhr
wollen sie aber bereits in Ostrov sein und um 9 Uhr morgens in
Teplice. Die Heimatstadt wollen die Radfahrer gegen 13.40 Uhr erreichen.
Kräftig Unterstützung gibt es von Sponsoren aus der Kurstadt. Sie haben zum Beispiel die eigens gefertigten Trikots spendiert. Außerdem sorgt das Autohaus Marnet
für eine Tankfüllung der Begleitfahrzeuge, der Sportpark für
die Übernachtungen der Sportler und ihrer Begleiter, im Restaurant
Limoncello gibt es eine Nudelparty, Bike and Sports hat Zubehör
zur Verfügung gestellt. Außerdem dürfen sich die Sachsen im Kurbad
erholen.
Weil die zehn Radfahrer und ihre 15 Begleiter, darunter auch ein Arzt und ein
Physiotherapeut,
eigentlich Volleyball spielen, sehr erfolgreich sogar im
Sachsenpokal, wird es im Sportpark am Donnerstag, 1. Juni, um
14.30 Uhr noch ein Match gegen eine Kurstadtauswahl geben. Am gleichen Ort können die Gäste
auch bei Tennis, Badminton oder an den Geräten Fitness tanken.
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Von Katrin Pudenz (Taunus Zeitung 03.06.2000)
Königstein
. Es ist fünf Uhr morgens. Die Dämmerung hat schon begonnen, die ersten tagaktiven
Tiere streifen durch Wälder und Wiesen, die Vögel fangen an, ihre Liedchen zu trällern. Inmitten dieser Idylle machen sich elf willensstarke Männer zur Abfahrt bereit. Sie steigen auf ihre Rennräder, lassen ihre Schuhe in die Pedalen einrasten und los geht's: Eine weite und anspruchsvolle Strecke haben sie sich ausgesucht.
Denn von Königstein
im Taunus fährt die Gruppe über Königstein
in der Oberpfalz nach Königstein
in der Sächsischen Schweiz. 36 Stunden ohne größere Pausen und Schlaf werden sie auf ihren Rädern verbringen, bis sie das Ziel erreichen.
Neun Mitglieder der Volleyballgemeinschaft aus Königstein
in der Sächsischen Schweiz hatten die Idee für diese anspruchsvolle Fahrradtour. Wir wollten einfach mal etwas Verrücktes
machen und sind im vergangenen Jahr von Hamburg nach Hause gefahren. In diesem Jahr wollen wir diese Aktion noch einmal toppen und haben deshalb beschlossen, die drei deutschen Städte mit Namen Königstein
per Rad zu besuchen", erzählte Michael Weidemann, Organisator der Tour der Volleyballgemeinschaft. Die letztjährige Tour habe 615 Kilometer betragen, die Fahrt vom Taunus bis nach Sachsen sei ungefähr 680 Kilometer lang, 360 Kilometer entfernt sei Königstein
in der Oberpfalz.
Und auf diesem ersten Streckenabschnitt fahren auch Erster Stadtrat Klaus Dehler (SPD) und Rainer Lauber von Bike & Sport mit. "Wir wissen, dass Klaus Dehler ein richtiger Radfanatiker ist", verriet Weidemann. Als dieser sei er der Volleyballgemeinschaft empfohlen
worden. Wir wollten nicht nur einen Tag in den Taunus fahren und am nächsten Tag wieder abfahren, sondern durch unseren
Besuch auch unsere Städtepartnerschaft pflegen", erklärte Weidemann. Und was würde sich da nicht besser eignen, als ein Volleyball-Freundschaftsspiel.
So spielten am Donnerstagnachmittag im Sportpark eine Auswahl aus Königstein
in der Sächsischen Schweiz gegen eine Schneidhainer Freizeitmannschaft. Zwar war die Stärke der Spieler unausgeglichen - die erste Herrenmannschaft der Sachsen spielt in der Sachsenliga und kam in diesem Jahr beim Sachsenpokal unter die ersten vier aber das tat dem Spaß keinen Abbruch. Denn es ging ja schließlich nicht ums Gewinnen.
Auch Bürgermeister Siegfried Fricke (CDU), der am Donnerstag seinen ersten offiziellen Einsatz hatte, besuchte das Match. Vom Vorhaben der radelnden Volleyballer zeigte er sich beeindruckt. "In den Wahlkampfwochen habe ich
mein Training und meinen Körper vernachlässigt", verriet der ehemalige Olympiaruderer. "Aber wenn ich im nächsten Jahr wieder fitter bin, und die Gruppe wieder diese Tour fährt, dann bin ich auf meinem
Fahrrad mit von der Partie", versprach er.
Am Donnerstagabend konnten die Sportler bei einer Nudelparty, spendiert vom Restaurant Limoncello, noch einmal kräftig "Kohlehydrate bunkern", erklärte Klaus Dehler fachmännisch. Denn die seien notwendig, um die Strapazen der Tour zu überstehen. Auch in Königstein
in der
Oberpfalz gibt es abends noch einmal jede Menge Kohlehydrate, und nach einer knapp
zweistündigen Pause, in der sich die Radler duschen, massieren lassen und stärken konnten, ging es weiter nach Königstein
in der Sächsischen Schweiz. Dort wollen die Sportler heute gegen 16 Uhr eintreffen.
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